Typische Merkmale von Spannungskopfschmerz sind: ein dumpf-drückender Schmerz, der meist global den ganzen Kopf betrifft. Der Schmerz ist von geringer bis mittlerer Intensität und wird durch körperliche Aktivität nicht verstärkt. Dieser kommt nicht anfallsartig, sondern schleichend in einem Zeitraum von 30min bis sich Dauerkopfschmerzen einstellen. Man unterscheidet zwischen episodischen und chronischen Verlauf.
Die Ursachen für Spannungskopfschmerz sind vielseitig: Ein wesentlicher Faktor ist allerdings bei vielen Betroffenen eine erhöhte Muskelspannung in der Nacken- Kopf- und Schultermuskulatur, welche besonders stark in belastenden Stresssituationen auftritt. Aber auch Fehlhaltungen oder einseitige Muskelbeanspruchung können solche Verspannungen begünstigen. Diese dauerhafte Verspannung einer Muskelpartie führt zu einer reduzierten Durchblutung des Gewebes in den betroffenen Muskeln, was wiederum eine Sauerstoffunterversorgung des Gewebes zur Folge hat. Diese Unterversorgung sowie ein mangelnder Abtransport entstandener Stoffwechselprodukte verursachen letztendlich den Schmerz.
Aber auch soziale Auslösefaktoren können eine wesentliche Rolle spielen. Es handelt sich hierbei häufig um belastende Stresssituationen, die mit fehlenden Möglichkeiten einer adäquaten Bewältigung einhergehen – und daher ein psychische und in diesem Fall vor allem auch körperliche Stressreaktion auslösen können. Ein Merkmal einer solchen körperlichen Stressreaktion sind zusätzliche muskuläre Verspannungen, welche besonders bei einem generell erhöhten Anspannungsniveau, Schmerzen verursachen können.
EMG-Biofeedback zur Behandlung von Spannungskopfschmerz 
Mittels Rückmeldung des Oberflächen-EMGs aus dem Bereich des M. trapezius und M. frontalis, aber auch unter Einbeziehung eines Atemtrainings mittels Atem-Biofeedback gelingt es schnell innerhalb von 3 – 5 Sitzungen Entspannung zu induzieren und damit die Schmerzen zu lindern. Ein weiteres Ziel des Biofeedbacktrainings ist der Ausbau der Körperwahrnehmung und die Beibehaltung der Entspannung auch in belastenden Situationen.
Evidenz der Biofeedbackbehandlung 
 Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt Biofeedback in der Behandlung von Kopfschmerzen. Die Behandlungserfolge sind gleichwertig wie mit Kopfschmerzmedikamenten. In der Biofeedbacktherapie ist jedoch der Patient aktiv an seiner Krankheitsbewältigung beteiligt. In Metaanalysen konnte gezeigt werden, dass mit Biofeedback z.B auch die Migränehäufigkeit signifikant abnahm. Man fand zudem einen hohen Zuwachs an Selbsteffizienz bei den Patienten. 
Beim Spannungskopfschmerz fand man gleich gute Ergebnisse, die Selbsteffizienz wurde gesteigert und die Frequenz der Schmerztage nahm signifikant ab. Zusammenfassend kann man sagen, dass Biofeedback hohe Behandlungseffekte erziekt und sich diese Erfolge über Monate stabil halten.
Abschließend möchten wir Ihnen noch ein konkretes Fallbeispiel liefern.  Der Kopfschmerz Patient Clemens. M litt jahrelang und hämmernden Kopfschmerzen. Unmengen an Tabletten, Massagen, nichts half. Erst als er bei Frau Mag. Malek die Biofeedack-Methode kennenlernte, konnte ihm geholfen werden.
###Biofeedback und Schmerz###
Quellen:

  • Andrasik, F. (2010). Biofeedback in headache: An overview of approches and evidence. Cleveland Clinic Journal of Medicine, 77, 72-76. Evers et al. (2008).
  • Leitlinie der Deutschen Migräne-und Kopfschmerzgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Nervenheilkunde, 27, 933-949.