"Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Biofeedback und Neurofeedback?"
Diese Frage gehört zu einer der häufigsten, die ich im Zuge meiner Beratungsgespräche gestellt bekomme. Und es wundert natürlich nicht, schließlich ist das auf den ersten Blick gar nicht so klar und die beiden Begriffe werden oft als völlig grundverschieden wahrgenommen.
Als wäre die Suche nach dem passenden System nicht schon schwer genug (hier einige Dinge auf die Sie dabei achten sollten) ist es natürlich auch mühsam, wenn gar nicht klar hervorkommt, um was es eigentlich geht. Damit wollen wir nun Schluss machen.
Falls Sie gerade weniger Zeit haben, lassen Sie uns die Frage einmal gleich übersichtlich beantworten: "Neurofeedback ist eine spezielle Form des Biofeedbacks". So wird es z.B. auch auf Wikipedia beschrieben.
Man kann also theoretisch gar nicht sagen, dass man nur Neurofeedback macht, da jedes Neurofeedback auch ein Biofeedback ist.
Was ist dann also der Unterschied zwischen den beiden Methoden? Und wenn es so einfach ist  – woher stammt dann die Verwirrung?
Bei dem was gemeinhin als Biofeedback bezeichnet wird, ist das periphere Biofeedback gemeint, also die Erhebung von Messparametern wie dem Hautleitwert, der Muskelspannung oder auch der Temperatur. Also alles Dinge, welche üblicherweise (wenn man das vereinfacht) dem Komplex "Körper" zugeordnet werden.
Neurofeedback wird auch als EEG-Feedback bezeichnet und befasst sich, meist über ein EEG, mit der Erhebung von Gehinrstromkurven. Also das was man, wieder vereinfacht, als „Gehirn“ betrachten würde.
Und das sind auch schon die relevantesten Unterschiede. An sich wäre das alles auch nicht weiter verwirrend, nur hat es sich schlicht eingebürgert (warum kann ich nicht sagen) die beiden Methoden in Berichten, Literatur und Studien oft so darzustellen, als wären sie etwas völlig verschiedenes – dem ist keinesfalls so. Jedes Neurofeedback ist auch ein Biofeedback (aber eben nicht umgekehrt). 
Eine Theorie für die Entstehung der sprachlichen Trennung wäre, dass es Indikationen gibt, welche primär mit EEG-Feedback behandelt werden, ganz vorne steht hier die Behandlung von ADHS. Dadurch könnte sich eine gewisse Eigenständigkeit etabliert haben, welche dann durch Studientitel, etc. dazu führte, dass die Methoden so distinkt genannt werden. Ob man damit glücklich ist, oder nicht, sei dahingestellt – wichtig ist für uns nur Sie zu informieren!
Nun gibt es da aber doch noch eine letzte Frage.

Soll ich Biofeedback oder Neurofeedback nutzen?

Das ist eine Frage, vor der natürlich viele Anbieter stehen.  Wenn alle Biofeedbackgeräte gleich wären, würde sich diese Frage nicht stellen, schließlich haben wir ja gerade erfahren, dass Neurofeedback zu Biofeedback gehört. Schon sehr früh (evtl. durch die selben Gründe wie oben genannt) hat es sich allerdings etabliert, dass Hersteller entweder Systeme für das periphere Biofeedback oder Neurofeedback anbieten. 
Ganz grundlegend würde ich diese Frage genauso beantworten, wie damals jene, ob man denn nun Biofeedback ODER eine andere Entspannungstechnik wie PMR oder Autogenes Training bevorzugen sollte. Hier lautete die Antwort das oder durch ein UND zu ersetzen. Denn nur in ganz wenigen Ausnahmefällen (reine Forschung bezogen auf Muskulatur z.B.) würde man nicht zumindest davon profitieren können, beide Zugänge anzubieten. Größere Vielfalt bietet einen größeren Werkzeugkasten um verschiedenste Problematiken anzugehen.
Vorteilhaft für Sie (und gut überlegt von uns) bietet das Neuromaster-System beide Optionen in einem Gerät. Sie erhalten also alles aus einer Hand. Das ist nicht nur aus Kosten- und Platzgründen sehr vorteilhaft, ganz zentral ist meiner Meinung nach hier alles auch aus einer Software steuern zu können. Sie müssen sich also nicht in zwei völlig verschiedene Programme einarbeiten. Zusätzlich können Sie durch diese „Doppellösung“ auch periphere und EEG-Parameter gleichzeitig erheben. Das würde zwar eventuell auch mit 2 Systemen und 2 Softwares gehen, dürfte aber wesentlich aufwendiger sein.
Ich hoffe, dass dieser Artikel ein wenig Klarheit bringen konnte und falls Sie Fragen haben – bitte einfach melden!
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