Eine neue Wohnung weit weg von zu Hause, alltägliche Aufgaben plötzlich selbst übernehmen und eine unschaffbar scheinende Menge an Lernstoff. Die Zeit als Student ist vor allem zu Anfang nicht immer leicht. Studien zeigen, dass um die 80% der Studenten moderaten Stress erleben. Bei 10-50% liegt der Stress über dem Durchschnitt und 9-12% klagen sogar über enormen Stress.

Moderater Stress ist für Studenten aufgrund der erwähnten Faktoren oft nichts ungewöhnliches die höherer Stresswerte können allerdings ernste Konsequenzen wie depressive Symptome, Substanzmissbrauch, schlechtere Leistung und viele mehr hervorrufen (siehe Studie).

Was tun?

Wie geht man mit diesem Stress um? „Distress tolerance“ als die Kapazität negative psychologische Zustände zu erleben und auszuhalten, spielt dabei eine bedeutende Rolle. Individuen mit geringen Werten in Distress tolerance, können schlechter mit Stress umgehen. Sie können sich weniger gut an neue Situationen anpassen und reagieren in belastenden Situationen oft impulsiv.

Der Kern der Sache: Wie kann man diese Toleranz erhöhen? Dr. Perminas vom Departement of Theoretical Psychology der Vytautas Magnus University und Kollegen sind im European Scientific Journal dieser Frage nachgegangen. Sie verglichen eine Gruppe mit Biofeedback-unterstützter Entspannung(mittels Hautleitwert), eine mit wöchentlicher progressiver Muskelrelaxation und eine Kontrollgruppe.

Es zeigte sich, dass progressive Muskelrelaxation und Biofeedback erfolgreich die Distress-Toleranz erhöhten. Während die Progressive Muskelrelaxation besonders bei Studenten mit anfänglich niedriger Toleranz erfolgreich war, war die Verbesserung durch Biofeedback vor allem bei jenen Studenten gegeben, welche über höheren erlebten Stress berichteten.1

Den Erfolg sichtbar machen

Auch die progressive Muskelrelaxation kann übrigens vom Biofeedback profitieren. Diese sehr effiziente Technik wird wie andere Entspannungsübungen wie Autogenes Training und Meditation oft frühzeitig abgebrochen, da die Erfolge nicht sofort und direkt sichtbar sind. Die Sichtbarmachung dieser Phänomene und kleinster Veränderungen, kann helfen, Anwender zum Weitermachen zu motivieren.

Im Fazit lässt sich sagen, dass sich vor allem Studenten welche mit Stress und Veränderung schwer umgehen können, ein Set an Techniken und Übungen zulegen sollten um ihre Leistung und vor allem Ihre Lebensqualität zu verbessern. Biofeedback kann hier als ein leicht erlernbares wirksames Werkzeug dienen. Denn Doktor der Stressologie will schließlich keiner werden.

Quellen:

(1)

Jarasiunaite, G., Perminas, A., Gustainiene, L., Peciuliene, I., & Kavaliauskaite-Keserauskiene, R. (2015). BIOFEEDBACK-ASSISTED RELAXATION AND PROGRESSIVE MUSCLE RELAXATION POTENTIAL FOR ENHANCING STUDENTS’DISTRESS TOLERANCE. European Scientific Journal, 11(2).

http://www.eujournal.org/index.php/esj/article/view/4974

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