{"id":3372,"date":"2017-10-17T11:21:43","date_gmt":"2017-10-17T09:21:43","guid":{"rendered":""},"modified":"2024-08-29T10:51:51","modified_gmt":"2024-08-29T08:51:51","slug":"heart-rate-variability","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/was-ist-biofeedback\/anwendungsgebiete\/herzratenvariabilitaet\/","title":{"rendered":"Heart rate variability"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Newsletter-Grafiken-8.png&#8220; alt=&#8220;Herzratenvariabilit\u00e4t&#8220; title_text=&#8220;Herzratenvariabilit\u00e4t&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;60%&#8220; width_tablet=&#8220;60%&#8220; width_phone=&#8220;60%&#8220; width_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; module_alignment_tablet=&#8220;center&#8220; module_alignment_phone=&#8220;center&#8220; module_alignment_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h1>\n<p><b>Die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV), auch als Herzfrequenzvariabilit\u00e4t bekannt, beschreibt die F\u00e4higkeit des K\u00f6rpers, die Frequenz des Herzrschlags flexibel anzupassen. <\/b><br \/>Auf den ersten Blick mag es vorteilhaft erscheinen, wenn das Herz konstant und gleichm\u00e4\u00dfig schl\u00e4gt. Doch wenn beispielsweise ein Freund unerwartet hinter einer T\u00fcr hervorspringt und Sie erschreckt, w\u00e4re es ungew\u00f6hnlich, wenn Ihre Herzfrequenz nicht ansteigt.<\/p>\n<p>Ein gesundes Herz passt sich kontinuierlich an innere und \u00e4u\u00dfere Reize an und reagiert auf die aktuellen Anforderungen des K\u00f6rpers. Bei k\u00f6rperlicher oder geistiger Anstrengung erh\u00f6ht sich typischerweise die Herzfrequenz, w\u00e4hrend sie bei Entlastung oder Entspannung wieder sinkt. Die HRV gilt somit als ein Indikator f\u00fcr die Funktionalit\u00e4t des vegetativen Nervensystems. Ein reduzierter HRV-Wert steht beispielsweise in Zusammenhang mit einer erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t nach einem Herzinfarkt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; background_color=&#8220;#004363&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; header_2_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Grundlagen der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\n<p>Bereits im dritten Jahrhundert wurde das Ph\u00e4nomen der Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV), wenn auch unter anderem Namen, beschrieben. Der chinesische Arzt Wang Shu-he erkannte, dass ein variabler Herzschlag ein Zeichen f\u00fcr die Gesundheit einer Person ist. Von ihm stammt der bemerkenswerte Ausspruch:<\/p>\n<p><i> \u201eWenn das Herz so regelm\u00e4\u00dfig wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tr\u00f6pfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben&#8220;.<\/i><\/p>\n<p>Heute wissen wir, dass der Wang Shu-he recht hatte. Acht Tage vor einem Herzstillstand beginnt das Herz eines Menschen schneller zu schlagen, und etwa 13 Stunden vor dem Tod verschwindet das \u201eChaos\u201c aus den Kurven des Herzschlags, das Herz schl\u00e4gt dann fast vollkommen gleichm\u00e4\u00dfig. Nat\u00fcrlich standen damals keine pr\u00e4zisen Messinstrumente zur Verf\u00fcgung, was die Arbeit von Wang Shu-he erheblich erschwerte. Heutzutage nutzen wir jedoch neben dem Stethoskop auch moderne elektronische Ger\u00e4te, die eine genaue Messung und Analyse des Herzschlags erm\u00f6glichen. Diese Ableitungen sind wesentliche Bestandteile der HRV-Diagnostik und des HRV-Trainings.<\/p>\n<p>Eine hohe HRV wird allgemein als Zeichen einer besseren Anpassungsf\u00e4higkeit des Organismus verstanden. Chronischer Stress kann diese Variabilit\u00e4t jedoch erheblich einschr\u00e4nken. Aus diesem Grund wird h\u00e4ufig versucht, die HRV durch Entspannungs\u00fcbungen, wie zum Beispiel Atemtraining, zu verbessern. Eine ruhige Atmung reduziert Stress und f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung der HRV. Besonders hilfreich ist es, die Atemfrequenz in Atemz\u00fcgen pro Minute darzustellen, um herauszufinden, bei welcher Frequenz die HRV des\/der Klient:in am h\u00f6chsten ist.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_video src=&#8220;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2wy43vOcGCI&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_video][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; background_color=&#8220;#f7f6f5&#8243; custom_margin=&#8220;||||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; custom_margin=&#8220;||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;||0px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; custom_margin=&#8220;||12px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 align=\"left\">Training und Diagnostik<\/h2>\n<p>Die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) l\u00e4sst sich grunds\u00e4tzlich in zwei Bereiche unterteilen: die HRV-Diagnostik und das HRV-Training.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; custom_margin=&#8220;||12px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>HRV-Diagnostik<\/h2>\n<p>Im Rahmen der HRV-Diagnostik wird das Ausma\u00df der Herzratenvariabilit\u00e4t erhoben. Dies kann entweder durch eine Kurzzeitdiagnostik oder eine Langzeiterfassung im 24-Stunden-Speichermodus erfolgen. Je k\u00fcrzer die Erfassungsdauer, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Bedeutung einer artefaktfreien Erfassung. Bei l\u00e4ngeren Erfassungen sind vereinzelte Artefakte weniger problematisch, da sie durch die Vielzahl der Messzeitpunkte herausgemittelt werden. Die <a href=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/neuromaster\/\"><strong>Biolife-Software<\/strong><\/a> erkennt und korrigiert solche Artefakte automatisch. Sollten dennoch zu viele Artefakte auftreten, erhalten Sie einen Hinweis darauf, dass die Datenqualit\u00e4t der Messung nicht ausreichend ist.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Eine Langzeiterfassung im Speichermodus muss nicht unbedingt \u00fcber 24 Stunden erfolgen; auch k\u00fcrzere Erfassungszeitr\u00e4ume sind m\u00f6glich. Der Vorteil einer 24h-Erfassung liegt jedoch darin, dass sie ein umfassendes Bild des gesamten Tagesablaufs des\/der Klient:in vermittelt, einschlie\u00dflich des Schlafs, was wertvolle Einblicke erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die 24h-Erfassungen werden gem\u00e4\u00df einer allgemeinen Norm in 5-Minuten Abst\u00e4nde unterteilt. Die Analyse dieser Erfassungen wird sowohl anhand festgelegter Schemata (wie numerischen Werten) als auch auf Basis der Erfahrung der Anwender:innen durchgef\u00fchrt \u2013 \u00e4hnlich wie erfahrene \u00c4rzt:innen Auff\u00e4lligkeiten auf einem R\u00f6ntgenbild sofort erkennen k\u00f6nnen. Weitere Details dazu finden Sie im Abschnitt \u201eInterpretation\u201c.<\/p>\n<p>Es sei auch darauf hingewiesen, dass die Tagesverfassung der\/des Klient:in, entgegen der ersten intuitiven Annahme, die HRV-Messung in der Regel nicht stark beeinflusst. Die HRV zeigt sich von Tag zu Tag relativ stabil, wobei jedoch Einfl\u00fcsse wie Medikamente oder Fieber eine Rolle spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>HRV-Training<\/h2>\n<p>Die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) kann nicht nur diagnostiziert, sondern auch gezielt trainiert werden. Das ist besonders wichtig, wenn die HRV-Werte niedrig sind und eine Verbesserung angestrebt wird. Es gibt zwei h\u00e4ufig angewandte Ans\u00e4tze, um die HRV zu trainieren.<\/p>\n<p>Zum einen kann die HRV durch allgemeine Entspannungstechniken gesteigert werden. Ein h\u00e4ufig verwendeter Ansatz ist das Atemtraining. Die Idee dahinter ist, dass ein gestresster Organismus permanent \u201eam oberen Limit arbeitet\u201c und dadurch seine Variabilit\u00e4t einschr\u00e4nkt, da er kaum Spielraum f\u00fcr Anpassungen hat. Hierbei muss dem\/der Klient:in nicht zwangsl\u00e4ufig der Herzschlag r\u00fcckgemeldet werden.<\/p>\n<p>Der zweite Ansatz ist das Training der respiratorischen Sinusarrhythmie. Diese Methode wird sp\u00e4ter noch ausf\u00fchrlicher erl\u00e4utert. Im Wesentlichen geht es darum, die Synchronisation von Atmung und Herzschlag zu trainieren. Der\/die Klient:in beobachtet beide Werte gleichzeitig und versucht, eine Koh\u00e4renz zwischen ihnen herzustellen. \u00c4hnlich wie bei vielen Biofeedback-Modalit\u00e4ten erfolgt dies oft weniger durch bewusste Anstrengung als vielmehr durch passives \u201eGeschehen-Lassen\u201c.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; background_enable_color=&#8220;off&#8220; custom_margin=&#8220;||||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; custom_padding=&#8220;||0px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p align=\"left\">WAS WIRD GEMESSEN?<\/p>\n<h2 align=\"left\">Erfassung der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\n<p align=\"left\">[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) bezieht sich auf die Schwankungen in den Zeitabst\u00e4nden zwischen den Kontraktionen der Herzkammern, also zwischen zwei aufeinanderfolgenden Herzschl\u00e4gen. Dieser zeitliche Abstand wird als RR-Intervall bezeichnet, wobei \u201eRR\u201c den Abstand zwischen zwei R-Zacken im EKG (Elektrokardiogramm) darstellt. Aufgrund der \u00dcberschneidung des Begriffs \u201eRR\u201c mit einem anderen medizinischen Ausdruck wird dieses Intervall manchmal auch als NN-Intervall bezeichnet. Mathematisch kann dieses Intervall in die Herzfrequenz umgerechnet werden. F\u00fcr unsere Zwecke ist jedoch besonders wichtig, dass die RR-Intervalle in der Regel nicht gleich lang sind, sondern Schwankungen unterliegen. Die Erfassung und Analyse dieser Schwankungen bezeichnet man als HRV.<\/p>\n<h3>Technische Durchf\u00fchrung der Erfassung<\/h3>\n<p>Um die Abst\u00e4nde zwischen den Herzschl\u00e4gen zu erfassen, m\u00fcssen diese Herzschl\u00e4ge zun\u00e4chst aufgezeichnet und dargestellt werden. Zur Veranschaulichung des Prozesses verwenden wir hier das Vorgehen, wie es mit dem <a href=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/neuromaster\/\"><strong>Neuromaster-System<\/strong><\/a> durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Erfassung \u00fcber einen Fingersensor&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; border_color_all=&#8220;#004363&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Es ist m\u00f6glich, den Abstand zwischen den Herzschl\u00e4gen mit einem\u00a0<b><a href=\"\/shop\/sensoren\/multisensor\/\">Fingersensor\u00a0<\/a><\/b>zu erfassen. Dieser nutzt die Pulsoxymetrie, um den Herzschlag zu erfassen und darzustellen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese Methode f\u00fcr Anwendungen, bei denen der Puls als Indikator f\u00fcr allgemeinen Stress verwendet wird, sehr gut geeignet ist, reicht die Messgenauigkeit f\u00fcr professionelles HRV-Training und insbesondere f\u00fcr die HRV-Diagnostik nicht aus.<\/p>\n<p>Dennoch kann diese Methode verwendet werden, um Klienten das grundlegende Prinzip der HRV zu erkl\u00e4ren und einfaches HRV-Training durchzuf\u00fchren. F\u00fcr eine genauere Erfassung wird ein hochaufl\u00f6sender EKG-Sensor verwendet, dessen Daten dann in einer speziellen HRV-Software ausgewertet werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-256292 alignnone size-medium\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Joerg-Rusche-arteventfotografie-38-300x200.jpg\" alt=\"Fingersensor Biofeedback\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Erfassung \u00fcber einen EKG-Sensor&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; border_color_all=&#8220;#004363&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Der sogenannte K\u00f6nigsweg zur Erfassung der Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) ist die Erfassung mittels eines Elektrokardiogramms (EKG). Beim Neuromaster-System wird dies mit dem <b><a href=\"\/shop\/sensoren\/ekg-sensor-herzratenvariabilitaet\/\">EKG-Sensor <\/a><\/b>durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dieser Sensor erfasst den Herzschlag wesentlich pr\u00e4ziser als beispielsweise ein Fingersensor oder ein einfacher Pulsmesser.<\/p>\n<p>Allerdings kann nicht jedes EKG-System die HRV in einer Qualit\u00e4t erfassen, die f\u00fcr eine professionelle HRV-Diagnostik geeignet ist. Eine ausreichende Abtastrate, also eine hohe Genauigkeit der Aufzeichnung, ist entscheidend. Um die HRV zuverl\u00e4ssig zu erfassen, sollte die Abtastrate \u00fcber 1000 Hertz liegen.<\/p>\n<p>In der Praxis ist die Durchf\u00fchrung der Messung unkompliziert, da in der Regel klare Anleitungen zur Platzierung der Elektroden vorhanden sind. Beispielsweise finden Sie in der Anleitung des Biolife-Trainingmanuals detaillierte Informationen dazu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-3477 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/NMEKG1_03.jpg\" alt=\"EKG Sensor Biofeedback\" width=\"250\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 align=\"left\">Die respiratorische Sinusarrhythmie \u2013 Herzschlag und Atmung<\/h2>\n<p>Die Funktion des K\u00f6rpers, die am besten die Anpassungsf\u00e4higkeit des Herzens widerspiegelt, ist die sogenannte <strong>respiratorische Sinusarrhythmie<\/strong> (RSA)\u200b. Dieser komplex klingende Begriff beschreibt den synchronen Zusammenhang zwischen Atmung und Herzschlag. Wenn Sie jemals an ein Krankenhaus-EKG mit akustischem Signal angeschlossen waren, haben Sie vielleicht bemerkt, dass das \u201eBiep\u201c-Ger\u00e4usch beim Einatmen schneller und beim Ausatmen langsamer wird. Genau darum geht es bei der RSA.<\/p>\n<p>Die Anpassung der Herzfrequenz an den Atemrhythmus hat sich als ein idealer Parameter zur Beurteilung der HRV erwiesen. Studien haben gezeigt, dass die RSA bei positiven Emotionen wie Liebe oder Dankbarkeit zunimmt, w\u00e4hrend diese Synchronisation bei Stress, \u00c4rger und Angst verschwindet.<\/p>\n<p>Atembiofeedback wird also verwendet, um durch eine entspannte Atmung die HRV zu verbessern. Zudem k\u00f6nnen Klient:innen durch die gleichzeitige R\u00fcckmeldung von Atmung und Herzfrequenz lernen, diese beiden Werte in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_color=&#8220;#004363&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; custom_margin=&#8220;-11px|auto|15px|auto||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; header_2_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 align=\"left\">Beispielhafte Anwendungsgebiete HRV-Biofeedback<\/h2>\n<p>Die Arbeit mit der HRV zeigt bei vielen St\u00f6rungsbildern beeindruckende Erfolge, einige seien im Folgenden beispielhaft genannt.<\/p>\n<p><b>Fazit zur Studienlage<\/b><b> <\/b><br \/>Die Arbeit mit HRV steht also auf soliden, evidenzbasierten Grundlagen. Der breite Anwendungsbereich ergibt sich wohl einerseits aus der Tatsache, dass <a href=\"\/was-ist-biofeedback\/\" title=\"Was ist Biofeedback\">Biofeedback<\/a> ganz generell eine sehr vielf\u00e4ltig einsetzbare Methode ist und andererseits dadurch, dass die HRV ein solch grundlegender Parameter f\u00fcr die Gesundheit und Widerstandskraft des Organismus ist.<\/p>\n<ol><\/ol>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Stress, Depression und Angst&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Im Rahmen von Studien konnte eine Reduzierung der Symptome von Stress, Angst, und Depression nach 4-5 Wochen festgestellt werden<sup>12<\/sup>.<\/p>\n<p>Eine weitere Studie aus Deutschland ergab, dass Proband:innen nach einer Behandlung mit HRV-Biofeedback nicht nur niedrigere Depressionswerte aufwiesen, sondern auch eine verbesserte Herzratenvariabilit\u00e4t, reduzierte Angstzust\u00e4nde und eine verringerte Herzfrequenz zeigten.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Bluthochdruck&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Eine Studie unter Verwendung von HRV-Biofeedback zeigte eine Verbesserung des Baroreflexes, der autonomen Funktion und Reduzierung des Blutdrucks<sup>4<\/sup>.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Leistungssport&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]Hier konnte z.\u00a0B. durch ein HRV-Training die Trainingsleistung eines Golfspielers besser auf Wettkampfsituationen \u00fcbertragen werden<sup>5<\/sup>.[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]In einer Studie mit Managern zeigte sich HRV-Biofeedback als effektiv zur Verbesserung der kardialen autonomen Balance und in der Reduktion von stressbezogenen psychophysiologischen Outcomes<sup>6<\/sup>.[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; text_font_size=&#8220;8px&#8220; text_line_height=&#8220;1em&#8220; ol_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; header_3_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<ol>\n<li>Purwandini Sutarto, A., Abdul Wahab, M. N., &amp; Mat Zin, N. (2012). Resonant breathing biofeedback training for stress reduction among manufacturing operators. International Journal of Occupational Safety and Ergonomics, 18(4), 549-561.<\/li>\n<li>Ratanasiripong, P., Kaewboonchoo, O., Ratanasiripong, N., Hanklang, S., &amp; Chumchai, P. (2015). Biofeedback Intervention for Stress, Anxiety, and Depression among Graduate Students in Public Health Nursing. Nursing research and practice, 2015.<\/li>\n<li>Siepmann, M., Aykac, V., Unterd\u00f6rfer, J., Petrowski, K., &amp; Mueck-Weymann, M. (2008). A pilot study on the effects of heart rate variability biofeedback in patients with depression and in healthy subjects. Applied psychophysiology and biofeedback, 33(4), 195-201.<\/li>\n<li>Lin, G., Xiang, Q., Fu, X., Wang, S., Wang, S., Chen, S., &#8230; &amp; Wang, T. (2012). Heart rate variability biofeedback decreases blood pressure in prehypertensive subjects by improving autonomic function and baroreflex. The Journal of Alternative and Complementary Medicine, 18(2), 143-152.<\/li>\n<li>Lagos, L., Vaschillo, E., Vaschillo, B., Lehrer, P., Bates, M., &amp; Pandina, R. (2008). Heart rate variability biofeedback as a strategy for dealing with competitive anxiety: A case study. Biofeedback, 36(3), 109.<\/li>\n<li>Munaf\u00f2, M., Patron, E., &amp; Palomba, D. (2015). Improving Managers\u2019 Psychophysical Well-Being: Effectiveness of Respiratory Sinus Arrhythmia Biofeedback. Applied psychophysiology and biofeedback, 1-11.<\/li>\n<\/ol>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; background_color=&#8220;#004363&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; header_2_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Interpretation der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\n<p>Wie wir gesehen haben, ist das Herz kein Pendel, das gleichm\u00e4\u00dfig schl\u00e4gt, sondern unterliegt nat\u00fcrlichen Schwankungen.\u200b Diese Schwankungen enthalten wichtige Informationen f\u00fcr Anwender:innen. Aber wie extrahieren wir diese Informationen effektiv?<\/p>\n<p>Die HRV allein aus der EKG-Kurve abzuleiten erfordert Kompetenz und \u00dcbung. Selbst ein auf den ersten Blick regelm\u00e4\u00dfig erscheinendes EKG kann variabel sein, wenn man die RR-Intervalle genauer betrachtet.<\/p>\n<p>Eine erste einfache Methode zur Bewertung der HRV besteht darin, die Atemkurve zusammen mit den Herzschl\u00e4gen pro Minute zu betrachten. Wenn die Atembewegungen \u2014 das Einatmen (Anstieg der Atemkurve) und das Ausatmen (Senkung der Atemkurve) \u2014 im Einklang mit der Erh\u00f6hung und Senkung des Herzschlags stehen, ist dies ein positives Zeichen.<\/p>\n<p>Eine umfassendere Analyse der HRV kann durch verschiedene HRV-Werte und Diagramme erfolgen, die wir im Folgenden kurz besprechen werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/RTEmagicC_HRV-Kennwerte.png.png&#8220; alt=&#8220;HRV Kennwerte&#8220; title_text=&#8220;RTEmagicC_HRV-Kennwerte.png&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset3&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; header_3_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3 align=\"left\">Werte<\/h3>\n<p>Im Rahmen der HRV-Analyse begegnen Ihnen immer wieder verschiedene Werte. Diese Werte sind beispielsweise im Output\u00a0der<b>\u00a0<a href=\"\/produkt-kategorie\/therapiebibliotheken\/\">Biolife-Software<\/a><\/b> zu finden. Im Folgenden erhalten Sie einige Informationen zu diesen Werten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;SDNN&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Die SDNN (Standardabweichung aller RR-Intervalle) bezeichnet die Varianz der Herzfrequenz \u00fcber die gesamte Erfassungsdauer. Eine hohe SDNN deutet auf eine ausgepr\u00e4gte Herzratenvariabilit\u00e4t hin.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass die SDNN nur dann sinnvoll interpretiert werden kann, wenn die Erfassungsdauer und die Aktivit\u00e4tsbedingungen konstant bleiben. Vergleiche sollten daher nur innerhalb \u00e4hnlicher Messbedingungen vorgenommen werden, da unterschiedliche Faktoren die Werte beeinflussen k\u00f6nnen. Zudem sind die Werte f\u00fcr eine \u201egute\u201c oder \u201edurchschnittliche\u201c SDNN altersabh\u00e4ngig und k\u00f6nnen variieren.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;PNN50&#8243; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>PNN50 bezeichnet den Prozentsatz aller RR-Intervalle, die sich um mindestens 50 Millisekunden vom vorhergehenden Intervall unterscheiden. Hohe PNN50-Werte weisen auf eine st\u00e4rkere Langzeitvariabilit\u00e4t und erh\u00f6hte parasympathische Aktivit\u00e4t hin. Im Vergleich zur SDNN ist PNN50 stabiler und weniger anf\u00e4llig f\u00fcr kurzfristige Schwankungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4950 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/HRV-WErte-4.png\" alt=\"HRV Auswertungen\" width=\"250\" height=\"141\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;VK (Variationskoeffizient)&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Der Variationskoeffizient ist ein sehr praktischer Wert in der Auswertung der HRV. Es handelt sich hier um die auf den Mittelwert bezogene Standardabweichung der RR- Abst\u00e4nde. Je gr\u00f6\u00dfer der Variationskoeffizient ist, desto h\u00f6her ist die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV).\u200b<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Weitere Werte&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#e5f9f9&#8243; closed_toggle_text_color=&#8220;#004363&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; toggle_icon=&#8220;&#x3b;||divi||400&#8243; use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; icon_font_size=&#8220;30px&#8220; open_icon_color=&#8220;#FFA85B&#8220; open_toggle_icon=&#8220;&#x3a;||divi||400&#8243; open_use_icon_font_size=&#8220;on&#8220; open_icon_font_size=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#004363&#8243; title_level=&#8220;h3&#8243; title_font=&#8220;|700|||||||&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_color=&#8220;#004363&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; background__hover_enabled=&#8220;on|desktop&#8220; background_color__hover=&#8220;#d9f9f0&#8243; background_enable_color__hover=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p>Wie Sie im Bild sehen k\u00f6nnen, gibt es in der HRV-Auswertung noch viele weitere Parameter wie etwa LF\/HF und das Poincar\u00e9-Diagramm. Die Besprechung w\u00fcrde hier allerdings ein wenig den Rahmen sprengen. Eine detaillierte Besprechung dieser Werte w\u00fcrde jedoch den Rahmen sprengen. Keine Sorge \u2013 die Biolife-Bedienungsanleitung bietet umfassende Erkl\u00e4rungen zu diesen Werten und enth\u00e4lt auch Normtabellen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_color=&#8220;#f7f6f5&#8243; custom_margin=&#8220;0px||&#8220; custom_padding=&#8220;0px||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Wie Sie sehen k\u00f6nnen, ist die Arbeit mit der Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) und Biofeedback ein spannendes Teilgebiet der Psychophysiologie. Ein wesentlicher Vorteil des Biofeedbacks im Vergleich zu einfachen Messger\u00e4ten besteht darin, dass es nicht nur die HRV erfasst, sondern auch direkt trainiert werden kann.<\/p>\n<p>Ohne \u00dcbertreibung kann HRV-Biofeedback als einer der aktuellen Superstars im Bereich Biofeedback bezeichnet werden. Zahlreiche Studien best\u00e4tigen die Wirksamkeit dieser Methode bei verschiedenen St\u00f6rungsbildern. Wir sind \u00fcberzeugt, dass dieser Trend anhalten wird, was auch einer der Gr\u00fcnde ist, warum das Neuromaster-System mit einem EKG-Sensor ausgestattet wurde.<\/p>\n<p>Auch bei den Anwender:innen erfreut sich die Methode gro\u00dfer Beliebtheit. Trotz der zun\u00e4chst komplex erscheinenden Thematik ist der Einstieg in die Methode relativ einfach, und Klient:innen verstehen das Konzept in der Regel schnell. Eine kurze HRV-Ausbildung kann hierbei hilfreiche Unterst\u00fctzung bieten.<\/p>\n<p>F\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen und Quellen empfehlen wir das Grundlagenwerk von Dr. Doris Eller-Berndl: <a href=\"https:\/\/www.aerzteverlagshaus.at\/shop\/fachbuecher\/herzratenvariabilitaet-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><i>Eller-Berndl, D. (2010). Herzratenvariabilit\u00e4t. Verlag-Haus d. \u00c4rzte.\u00a0<\/i><\/a><br \/>Besonders in Bezug auf die HRV-Diagnostik ist dieses Buch jedem Interessierten ans Herz zu legen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzratenvariabilit\u00e4t Die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV), auch als Herzfrequenzvariabilit\u00e4t bekannt, beschreibt die F\u00e4higkeit des K\u00f6rpers, die Frequenz des Herzrschlags flexibel anzupassen. Auf den ersten Blick mag es vorteilhaft erscheinen, wenn das Herz konstant und gleichm\u00e4\u00dfig schl\u00e4gt. Doch wenn beispielsweise ein Freund unerwartet hinter einer T\u00fcr hervorspringt und Sie erschreckt, w\u00e4re es ungew\u00f6hnlich, wenn Ihre Herzfrequenz nicht ansteigt. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":258710,"parent":256303,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<b>Die Herzratenvariabilit\u00e4t (manchmal auch Herzfrequenzvariabilit\u00e4t genannt) bezeichnet die F\u00e4higkeit des Organismus die Frequenz des Herzrhythmus zu ver\u00e4ndern. <\/b>\r\nIm ersten Moment mag es gut klingen, wenn Ihr Herzschlag stets gleich und regelm\u00e4\u00dfig ist. Doch wenn sich ein Freund hinter einer T\u00fcr versteckt und Sie erschreckt, w\u00e4re es eher un\u00fcblich, dass ein Herzschlag nicht steigt.\r\n\r\nEin gesundes Herz ist in der Lage sich auf innere und \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse einzustellen und sich laufend den aktuellen Erfordernissen anzupassen. Wenn Sie sich also k\u00f6rperlich oder geistig anstrengen, f\u00fchrt dies in Regel zu einer Erh\u00f6hung der Herzfrequenz, bei Entlastung oder Entspannung geht diese dann wieder zur\u00fcck. Die HRV kann also als ein Spiegelbild f\u00fcr ein funktionierendes aber auch ein gest\u00f6rtes vegetatives Nervensystem gesehen werden. So existiert beispielsweise ein Zusammenhang zwischen einer verminderten HRV und Postinfarkt-Mortalit\u00e4t.\r\n\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Was-ist-die-Herzratenvariabilitaet.png\" width=\"380\" height=\"380\" \/>\r\n\r\n[toc]\r\n<h2 align=\"left\">Grundlagen der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\r\nDie ersten Berichte zur HRV (nat\u00fcrlich hie\u00df das Ph\u00e4nomen damals noch nicht so) gab es bereits im dritten Jahrhundert. Der chinesische Arzt Wang Shu-he erkannte, dass ein variabler Herzschlag ein Anzeichen f\u00fcr die Gesundheit des Klienten ist. Von ihm stammt der Ausspruch:\r\n\r\n<i> \u201eWenn das Herz so regelm\u00e4\u00dfig wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tr\u00f6pfeln des Reges auf dem Dach wird, wird der Proband innerhalb von vier Tagen sterben\".<\/i>\r\n\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Grundlagen_der_Herzratenvariabilitaet.png\" \/>Heute wissen wir, dass der Wang Shu-he recht hatte. 8 Tage vor dem Herzstillstand schl\u00e4gt das Herz eines Menschen schneller und 13 Stunden vor dem Tod verschwindet das \u201eChaos\u201c aus den Kurven, das Herz schl\u00e4gt also fast vollkommen regelm\u00e4\u00dfig. Nat\u00fcrlich gab es damals keine Messinstrumente zur genauen Erhebung des Herzschlages, was die Arbeit von Wang Shu-he wahrscheinlich erschwerte. Heute gibt es aber (neben Ger\u00e4ten wie dem Stethoskop) elektronische Hilfsmittel, welche uns die pr\u00e4zise Ableitung des Herzschlags erlauben. Diese Ableitungen werden in der HRV-Diagnostik und im HRV-Training verwendet.\r\n\r\nEine hohe HRV kann sinngem\u00e4\u00df als eine h\u00f6here Anpassungsf\u00e4higkeit des Organismus verstanden werden. Durch chronischen Stress ist diese Variabilit\u00e4t aber oft mehr oder weniger eingeschr\u00e4nkt. Dieser Einfluss von Stress ist der Grund warum eine Verbesserung der HRV beispielsweise oft \u00fcber Entspannungs\u00fcbungen wie in einem Atemtraining angestrebt wird. Durch eine entspannte Atmung sinkt der Stress und die HRV steigt. Sehr n\u00fctzlich ist auch die Darstellung der Atemz\u00fcge pro Minute, um \u00fcber diese Erfassung festzustellen, bei welcher Atemfrequenz ein Klient die beste HRV hat.\r\n<h2 align=\"left\">Training und Diagnostik<\/h2>\r\nDie Herzratenvariabilit\u00e4t kann grob in zwei Bereich unterteilt werden, n\u00e4mlich die HRV-Diagnostik und das HRV-Training.\r\n<h3 align=\"left\">HRV-Diagnostik<\/h3>\r\nIm Rahmen der HRV-Diagnostik wird die Auspr\u00e4gung der Variabilit\u00e4t des Herzens erhoben. Dies kann entweder im Rahmen einer Kurzzeitdiagnostik erfolgen oder durch eine 24h-Speichermodus. Je k\u00fcrzer die Erfassung ist, desto mehr Wert muss auch auf eine artefaktfreie Erfassung gelegt werden. Bei langen Erfassungen sind diese nicht so tragisch, da sie durch die vielen Messzeitpunkte ja heraus gemittelt werden (Biolife erkennt Artefakte und korrigiert diese \u2013 sollten zu viele Artefakte stattgefunden haben erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis, dass die Datenqualit\u00e4t der Erfassung nicht ausreicht).\r\n\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Neuromater_HRV_Lebensflamme.png\" \/>Eine Speichermodus muss nat\u00fcrlich nicht 24 Stunden lang sein, auch k\u00fcrzere Erfassungen sind m\u00f6glich. Der Vorteil einer 24h-Erfassung ist aber unter Anderem, dass wir ein Bild vom gesamten Tagesablauf des Klienten erhalten (inkl. des Schlafes), aus dem wir nat\u00fcrlich viel ableiten k\u00f6nnen.\r\n\r\nDie 24h-Erfassungen werden gem\u00e4\u00df einer allgemeinen Norm in 5-Minuten Abst\u00e4nde unterteilt. Die Auswertung dieser Erfassungen werden von den Anwendern anhand fester Schemata (z.B die numerischen Werte), aber auch auf Basis von Erfahrung durchgef\u00fchrt (sinngem\u00e4\u00df genauso wie ein erfahrener Arzt Auff\u00e4lligkeiten auf einem R\u00f6ntgenbild sofort erkennen kann). Mehr dazu im Abschnitt \u201eInterpretation\u201c.\r\n\r\nEs sei auch anzumerken, dass man sich (entgegen der ersten, intuitiven Annahme) keine gro\u00dfen Sorgen machen muss, dass die Tagesverfassung des Klienten die HRV-Erfassung beeintr\u00e4chtigt. Die HRV ist von Tag zu Tag n\u00e4mlich recht stabil, Einfl\u00fcsse gibt es aber z.B durch Medikamente oder Fieber.\r\n<h3 align=\"left\">HRV-Training<\/h3>\r\nDie HRV kann nicht nur diagnostiziert werden (sonst h\u00e4tten wir ja ein Problem, wenn sie schlecht w\u00e4re und wir nichts dagegen tun k\u00f6nnten), sondern auch trainiert. Um dies zu erreichen gibt es zwei h\u00e4ufig angewandte Wege.\r\n\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/HRV-Training.png\" \/>Einerseits kann wie oben erw\u00e4hnt durch allgemeine Entspannung die HRV verbessert werden. Sehr oft wird hierzu ein Atemtraining angewandt. Der Hintergedanke ist, dass ein gestresster Organismus stets \u201eam oberen Limit arbeitet\u201c und dadurch die Variabilit\u00e4tsm\u00f6glichkeiten begrenzt sind (sie sind ja schon ganz oben). Hier muss dem Klienten nicht einmal unbedingt der Herzschlag r\u00fcckgemeldet werden.\r\n\r\nDer andere Weg ist \u00fcber das Training der respiratorischen Sinusarrythmie. Zu dieser Modalit\u00e4t kommen wir noch im Detail. Grundlegend wird hier der Einklang von Atmung und Herzschlag trainiert. Der Klient betrachtet beide Werte gleichzeitig und soll versuchen hier eine Koh\u00e4renz herzustellen. Genauso wie bei vielen Biofeedback-Modalit\u00e4ten geschieht dies oft nicht \u00fcber bewusst-aktives Tun, sondern \u00fcber passives \u201ePassieren-Lassen\u201c.\r\n<h2 align=\"left\">Beispielhafte Anwendungsgebiete<\/h2>\r\nDie Arbeit mit der HRV zeigt bei vielen St\u00f6rungsbildern beeindruckende Erfolge, einige seien im Folgenden beispielhaft genannt.\r\n\r\n<b>Stress, Depression und Angst\r\n<\/b>Im Rahmen von Studien konnte eine Reduzierung der Symptome von Stress, Angst, und Depression nach 4-5 Wochen festgestellt werden<sup>12<\/sup>.\r\n\r\nEine weitere Studie aus Deutschland hat auch ergeben, dass Probanden nach einer Behandlung mit HRV-Biofeedback neben niedrigeren Depressionswerten auch eine verbesserte Herzratenvariabilit\u00e4t und verringerte Angst und niedrigeren Herzschlag zeigten<sup>3<\/sup>.\r\n\r\n<b>Bluthochdruck\r\n<\/b>Eine Studie unter Verwendung von HRV-Biofeedback zeigte eine Verbesserung des Baroreflexes, der autonomen Funktion und Reduzierung des Blutdrucks<sup>4<\/sup>.\r\n\r\n<b>Leistungssport\r\n<\/b>Hier konnte z.B durch ein HRV-Training die Trainingsleistung eines Golfspielers besser auf Wettkampfsituationen \u00fcbertragen werden<sup>5<\/sup>.\r\n\r\n<img style=\"float: right;\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/RTEmagicC_HRV-Training-2.png.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"155\" \/>\r\n\r\n<b>Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung\r\n<\/b>In einer Studie mit Managern zeigte sich HRV-Biofeedback als effektiv zur Verbesserung der kardialen autonomen Balance und in der Reduktion von stressbezogenen psychophysiologischen Outcomes<sup>6<\/sup>\r\n\r\n<b>Fazit zur Studienlage<\/b><b> <\/b>\r\nDie Arbeit mit HRV steht also auf soliden, evidenzbasierten Grundlagen. Der breite Anwendungsbereich ergibt sich wohl einerseits aus der Tatsache, dass Biofeedback ganz generell eine sehr vielf\u00e4ltig einsetzbare Methode ist und andererseits dadurch, dass die HRV ein solch grundlegender Parameter f\u00fcr die Gesundheit und Widerstandskraft des Organismus ist.\r\n<b><\/b>\r\n\r\n<b>Quellen:<\/b>\r\n<ol>\r\n \t<li>Purwandini Sutarto, A., Abdul Wahab, M. N., & Mat Zin, N. (2012). Resonant breathing biofeedback training for stress reduction among manufacturing operators. International Journal of Occupational Safety and Ergonomics, 18(4), 549-561.<\/li>\r\n \t<li>Ratanasiripong, P., Kaewboonchoo, O., Ratanasiripong, N., Hanklang, S., & Chumchai, P. (2015). Biofeedback Intervention for Stress, Anxiety, and Depression among Graduate Students in Public Health Nursing. Nursing research and practice, 2015.<\/li>\r\n \t<li>Siepmann, M., Aykac, V., Unterd\u00f6rfer, J., Petrowski, K., & Mueck-Weymann, M. (2008). A pilot study on the effects of heart rate variability biofeedback in patients with depression and in healthy subjects. Applied psychophysiology and biofeedback, 33(4), 195-201.<\/li>\r\n \t<li>Lin, G., Xiang, Q., Fu, X., Wang, S., Wang, S., Chen, S., ... & Wang, T. (2012). Heart rate variability biofeedback decreases blood pressure in prehypertensive subjects by improving autonomic function and baroreflex. The Journal of Alternative and Complementary Medicine, 18(2), 143-152.<\/li>\r\n \t<li>Lagos, L., Vaschillo, E., Vaschillo, B., Lehrer, P., Bates, M., & Pandina, R. (2008). Heart rate variability biofeedback as a strategy for dealing with competitive anxiety: A case study. Biofeedback, 36(3), 109.<\/li>\r\n \t<li>Munaf\u00f2, M., Patron, E., & Palomba, D. (2015). Improving Managers\u2019 Psychophysical Well-Being: Effectiveness of Respiratory Sinus Arrhythmia Biofeedback. Applied psychophysiology and biofeedback, 1-11.<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<h2 align=\"left\">Erfassung der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\r\n<h3 align=\"left\">Was wird genau geerfassen?<\/h3>\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/HRV_Was-wird-geerfassen.png\" \/>Die Herzratenvariabilit\u00e4t betrachtet die Abst\u00e4nde zwischen zwei Kontraktionen der Herzkammern, also die Zeit zwischen zwei Herzschl\u00e4gen. Dieser Abstand wird als RR-Intervall oder (aufgrund der \u00dcberschneidung von \u201eRR\u201c mit einem anderen medizinischen Begriff) auch als NN-Intervall bezeichnet. Dieses Intervall l\u00e4sst sich mathematisch auch in die Herzfrequenz umrechnen, f\u00fcr uns ist in Zusammenhang damit aber vor Allem wesentlich, dass dieses RR-Intervalle in der Regel nicht gleich lang sind, sie unterliegen Schwankungen. Die Erfassung der Gr\u00f6\u00dfe ebendieser Schwankungen ist, dass was wir eben als HRV bezeichnen.\r\n<h3 align=\"left\">Technische Durchf\u00fchrung der Erfassung<\/h3>\r\nUm den Abstand zwischen zwei Herzschl\u00e4gen erfassen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir wie bereits erw\u00e4hnt diese Herzschl\u00e4ge erfassen und darstellen. Um das Ganze zu veranschaulichen, verwenden wir hier den Ablauf wie man ihn mit dem Neuromaster-System durchf\u00fchren w\u00fcrde.\r\n<h4 align=\"left\">Erfassung \u00fcber einen Fingersensor<\/h4>\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Multisensor_02.png\" \/>Es ist m\u00f6glich den Abstand zwischen den Herzschl\u00e4gen mit einem <b><a href=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/index.php?id=352\">Fingersensor <\/a><\/b>zu erfassen. Dieser misst \u00fcber das Verfahren der Pulsoxymetrie den Herzschlag und stellt diesen dar. W\u00e4hrend diese Methode f\u00fcr Anwendungen in denen der Puls als Indikator f\u00fcr generellen Stress verwendet wird sehr gut funktioniert, ist die Messgenauigkeit f\u00fcr professionelles HRV-Training und vor Allem HRV-Diagnostik zu gering (die Aufl\u00f6sung ist nicht hoch genug, ein Punkt zu dem wir gleich kommen.\r\n\r\nDie Methode kann aber angewandt werden um z.B den Klienten \u00fcber das grundlegende Prinzip aufzukl\u00e4ren und auch um einfaches HRV-Training durchzuf\u00fchren. Die besser geeignete Methode verwendet einen hochaufl\u00f6senden EKG-Sensor und die Auswertung dieser Daten in einer HRV-Software.\r\n<h4 align=\"left\">Erfassung \u00fcber einen EKG-Sensor<\/h4>\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Neuromaster_EKG_Herzratenvariabilitaet_02.png\" \/>Der sogenannte K\u00f6nigsweg um die HRV zu erfassen ist ein EKG. Beim Neuromaster-System findet sich dieses im (Nomen est Omen) gleichnamigen <b><a href=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/index.php?id=352\">EKG-Sensor<\/a><\/b>. Diese Module erfassen den Herzschlag viel genauer, als die z.B der Fingersensor oder ein einfacher Pulsmesser k\u00f6nnte.\r\n\r\nAllerdings ist nicht jedes EKG-System in der Lage eine HRV zu erfassen, welche auch sinnvoll f\u00fcr eine HRV-Diagnostik einzusetzen ist. Hier wird eine gewisse Abtastrate ben\u00f6tigt, also eine hohe Genauigkeit der Aufzeichnung. Um die HRV sinnvoll zu erfassen, muss die Abtastrate \u00fcber 1000 Hertz liegen. Interessiere Anwender sollten sich \u00fcber diesen Faktor also auf jeden Fall informieren.\r\nIn der Anwendung ist die Erfassung keine gro\u00dfe Hexerei, meistens gibt es ja Anleitungen wie die Elektroden platziert werden m\u00fcssen. Anbei finden Sie z.B die Anleitung aus dem Biolife-Trainingmanual.\r\n<h3 align=\"left\">Die respiratorische Sinusarrhythmie \u2013 Herzschlag und Atmung<\/h3>\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Respiratorische_Sinusarrythmie.png\" \/>Die Funktion des K\u00f6rpers welche die Reagibilit\u00e4t des Herzens am besten darstellt d\u00fcrfte die, bereits kurz erw\u00e4hnte, sogenannte Respiratorische Sinusarrhythmie (RSA)\u00a0sein. Hinter diesem Wortunget\u00fcm versteckt sich schlicht der synchrone Zusammenhang von Atmung und Herzschlag. Falls Sie schon einmal selbst an ein Krankenhaus-EKG mit Ton angeh\u00e4ngt waren, haben Sie vielleicht bemerkt, dass das \"Biep\"-Ger\u00e4usch beim Einatmen schneller und beim Ausatmen langsamer wurde. Genau darum geht es.\r\n\r\nDie Anpassung des Herzens an die Atmung hat sich als idealer HRV-Parameter gezeigt und Studien konnte auch feststellen, dass bei Emotionen wie Liebe oder Dankbarkeit diese RSA steigt, w\u00e4hrend diese Balance bei Stress, \u00c4rger und Angst verschwindet.\r\n\r\nW\u00e4hrend einerseits also ganz generell Atembiofeedback dazu angewandt wird \u00fcber eine entspannte Atmung die HRV zu verbessern, kann durch der Klient durch die gleichzeitige R\u00fcckmeldung von Atmung und Herzfrequenz erlernen diese Werte in Einklang zu bringen.\r\n\r\nIm folgenden Video berichtet Dr. Dieter Kropfreiter am Fachtag f\u00fcr Psychosomatik kurz \u00fcber die Anwendung des RSA-Trainings.\r\n\r\n<iframe src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/SLlcpnDdmUU\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe>\r\n<h2 align=\"left\">Interpretation der Herzratenvariabilit\u00e4t<\/h2>\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/HRV-Interpretation.png\" \/>Wie wir gesehen haben ist das Herz kein Pendel, welches immer gleichm\u00e4\u00dfig schl\u00e4gt, sondern unterliegt Schwankungen. Hinter diesen Schwankungen, verbergen sich f\u00fcr den Anwendern wichtige Informationen. Doch wie extrahieren wir diese Informationen?\r\n\r\nUm die HRV alleine aus der EKG-Kurve abzuleiten bedarf es Kompetenz und \u00dcbung. Denn auch ein auf den ersten Blick total regelm\u00e4\u00dfig erscheinendes EKG kann variabel sein, wenn wir uns die RR-Werte genauer ansehen.\r\n\r\nEine sch\u00f6ne erste Variante um die HRV zu bewerten bietet sich bei gleichzeitiger Betrachtung von Atemkurve und Herzschl\u00e4gen pro Minute. Wenn sich die Bewegung des Einatmens (Atemkurve steigt) und Ausatmens (Atemkurve sinkt) im Einklang mit einer Erh\u00f6hung respektive Senkung des Herzschlages befinden, ist dies schon einmal ein positives Zeichen.\r\n\r\nEine weitere umfassende M\u00f6glichkeit bieten diverse HRV-Werte und Diagramme, welche wir nun kurz besprechen werden.\r\n<h3 align=\"left\">Werte<\/h3>\r\nIm Rahmen der HRV werden Ihnen immer wieder einige Werte \u00fcber den Weg laufen. Sie sehen diese z.B hier im Rahmen eines Outputs aus der<b>\u00a0Biolife-Software<\/b>. \u00dcber einige dieser Werte gibt es nun ein paar Informationen.\r\n<img src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/RTEmagicC_HRV-Kennwerte.png.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"357\" \/>\r\n\r\n<b>SDNN\r\n<\/b>Die SDNN bezeichnet die Standardabweichung aller RR-Intervalle, also die Varianz, welche wir \u00fcber die gesamte Erfassung beobachten konnten. Eine hohe SDNN steht hier dementsprechend f\u00fcr eine ausgepr\u00e4gte Herzratenvariabilit\u00e4t.\r\n\r\nWichtig bei der SDNN ist, dass diese nur bei gleicher Messdauer und gleichbleibender Aktivit\u00e4t (mit sich selbst und anderen vergleichen werden darf, da diese Faktoren einen Einfluss auf den Wert haben. Welche Werte hier als \u201egut\u201c, bzw. \u201eim Schnitt\u201c zu bezeichnen sind, ist auch altersabh\u00e4ngig.\r\n\r\n<img class=\"alignright\" src=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/RTEmagicC_HRV-Output_ganz.png.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"141\" \/>\r\n\r\n<b>PNN50\r\n<\/b>PNN50 bezeichnet den Prozentsatz aller Intervalle, welche mindestens um 50ms vom vorausgehenden Intervall abweichen. Hohe Werte stehen hier f\u00fcr eine st\u00e4rkere Langzeitvariabilit\u00e4t und vermehrte parasympathische Aktivit\u00e4t. Im Vergleich zu SDNN ist PNN50 stabiler und unempfindlicher.\r\n\r\n<b>VK (Variationskoeffizient)\r\n<\/b>Ein sehr praktischer Wert in der Auswertung. Es handelt sich hier um die auf den Mittelwert bezogene Standardabweichung der RR- Abst\u00e4nde. Je gr\u00f6\u00dfer dieser Wert ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist auch die HRV.\r\n\r\n<b>Weitere Werte\r\n<\/b>Wie Sie am Bild sehen k\u00f6nnen, gibt es in der HRV-Auswertung noch viele andere Parameter (LF\/HF, Poincar\u00e8-Diagramm. Die Besprechung w\u00fcrde hier allerdings ein wenig den Rahmen sprengen. Doch keine Sorge \u2013 in der Biolife-Bedienungsanleitung werden diese Werte erkl\u00e4rt und auch Normtabellen sind angegeben.\r\n<h2>Fazit<\/h2>\r\nWie Sie sehen k\u00f6nnen, ist die Arbeit mit der Herzratenvariabilit\u00e4t und Biofeedback ein spannendes Teilgebiet der Psychophysiologie. Ein wesentlicher Vorteil von Biofeedback (im Vergleich zu einfachen Messger\u00e4ten) ist nat\u00fcrlich die Option die HRV nicht nur zu erheben, sondern auch direkt zu trainieren.\r\n\r\nOhne zu \u00fcbertreiben kann das HRV-Biofeedback als einer der aktuellen Superstarts des Biofeedback bezeichnet werden. Regelm\u00e4\u00dfig werden hier Studien ver\u00f6ffentlicht, welche die Wirksamkeit der Methode bei vielerlei St\u00f6rungsbildern belegen. Pers\u00f6nlich gehen wir auch nicht davon aus, dass dieser Trend unterbrochen werden wird, was einer der Gr\u00fcnde war, warum das Neuromaster-System mit einem EKG-Sensor ausgestattet wurde.\r\n\r\nAuch bei Anwendern zeigt sich die Methode als sehr beliebt. Trotz der relativ hoch wirkenden Komplexit\u00e4t des Themas l\u00e4sst sich schnell ein Einstieg in die Methode finden und auch Klienten verstehen das Konzept erfahrungsgem\u00e4\u00df sehr rasch. Unterst\u00fctzung bei der Einf\u00fchrung kann eine kurze HRV-Ausbildung bieten.\r\n\r\nZum Thema Quellen und weitere Infos: viele Informationen zur HRV stammen aus dem Grundlagenwerk von Frau Dr. Eller Berndl:\u00a0<i>Eller-Berndl, D. (2010). Herzratenvariabilit\u00e4t. Verlag-Haus d. \u00c4rzte.\u00a0<\/i>\r\nVor Allem in Bezug auf die HRV-Diagnostik ist dieses Buch jedem Interessierten zu empfehlen!\r\n\r\n<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-3372","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3372"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3372\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":258715,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3372\/revisions\/258715"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/256303"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/258710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}