{"id":260493,"date":"2025-07-11T15:13:33","date_gmt":"2025-07-11T13:13:33","guid":{"rendered":"https:\/\/biofeedback.co.at\/?p=260493"},"modified":"2025-08-18T11:49:09","modified_gmt":"2025-08-18T09:49:09","slug":"biofeedback-migraine-experience-report","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biofeedback.co.at\/en\/biofeedback-migraene-erfahrungsbericht\/","title":{"rendered":"Biofeedback for migraine: practical experience report"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]In diesem Interview erkl\u00e4rt <a href=\"https:\/\/www.das-entwicklungslabor.de\/ueber-mich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maria Szekelyi-Peters<\/a> wie sie Biofeedback in der Therapie von <a href=\"https:\/\/biofeedback.co.at\/was-ist-biofeedback\/biofeedback-in-der-schmerztherapie\/#Biofeedback_bei_Migraenehttps:\/\/biofeedback.co.at\/was-ist-biofeedback\/biofeedback-in-der-schmerztherapie\/#Biofeedback_bei_Migraene\">Migr\u00e4ne<\/a> einsetzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Frage:<\/strong> Wie sind Sie zum Biofeedback gekommen?<\/p>\n<p><strong>Antwort<\/strong><strong>:<\/strong> Ich habe vor fast 20 Jahren begonnen, mich mit Biofeedback zu besch\u00e4ftigen. Damals habe ich die Ausbildung an der <a href=\"https:\/\/biofeedback-akademie.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ischen Biofeedbackakademie<\/a> absolviert und mich entsprechend ausgestattet. Die anf\u00e4ngliche Faszination hat bis heute nicht nachgelassen. Jeder neue Klient bringt neue spannende Einblicke &#8211; ich bin immer wieder neugierig, was wir in der Messung sehen und wie ich das erkl\u00e4ren kann. Biofeedback liefert f\u00fcr mich eine objektive Grundlage, um innere Prozesse sichtbar zu machen &#8211; das begeistert mich bis heute.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie setzen Sie Biofeedback bei Migr\u00e4ne ein? Welche Beschwerden berichten Ihre Patient:innen, bei denen Biofeedback besonders hilfreich ist?<\/p>\n<p><b>Antwort:<\/b> Die Wirkung von Biofeedback bei Migr\u00e4ne ist sehr vielf\u00e4ltig. Menschen mit chronischen Migr\u00e4neanf\u00e4llen leiden meist nicht nur unter den Schmerzen selbst, sondern auch unter den Nebenwirkungen der Medikamente und oft zus\u00e4tzlich unter psychischer Belastung. Wenn Biofeedback wirkt, dann reduziert sich nicht nur die H\u00e4ufigkeit der Anf\u00e4lle \u2013 auch die Lebensfreude steigt, die Zuversicht w\u00e4chst, und viele berichten, dass sie wieder das Gef\u00fchl haben, selbst etwas bewirken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Frage:<\/b>Welche Biofeedback-Parameter sind Ihrer Erfahrung nach besonders hilfreich bei Migr\u00e4ne?<\/p>\n<p><b>Antwort:<\/b> Zwei Parameter setze ich grunds\u00e4tzlich bei allen ein: das Handerw\u00e4rmungstraining (Temperaturfeedback) und das Vasokonstriktionstraining. Zus\u00e4tzlich achte ich auf die Atmung \u2013 viele atmen dauerhaft zu flach, zu schnell oder ausschlie\u00dflich in den Brustkorb. Auch Muskelspannung ist h\u00e4ufig ein Thema, besonders im Trapezius. Wenn ich im Belastungstest erkenne, dass dort eine \u00dcber- oder Ungleichspannung vorliegt, ist das mein Einstiegspunkt. Ich erkl\u00e4re den Klient:innen direkt, was sie \u00fcben sollen. Die Belastungstestsitzung dauert bei mir etwa zwei Stunden \u2013 darin messen wir, interpretieren gemeinsam und beginnen sofort mit dem Training. Die Klient:innen bekommen auch direkt eine \u00dcbung mit nach Hause.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie viele Sitzungen sind im Durchschnitt n\u00f6tig, bis sich eine Verbesserung zeigt?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<\/strong> Das ist sehr unterschiedlich. Manche erleben schon nach 5\u20137 Sitzungen erste Fortschritte. Bei anderen dauert es l\u00e4nger, vor allem wenn \u00fcber Jahre dysfunktionale Muster verankert wurden. Aber wenn jemand offen und engagiert mitarbeitet, kann man in etwa 10 Stunden deutlich sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen erreichen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Warum ist Biofeedback bei Migr\u00e4ne aus Ihrer Sicht besonders wirksam?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<\/strong> Viele Migr\u00e4niker sind sehr aktive Menschen, die kaum zur Ruhe kommen. H\u00e4ufig tritt die Attacke genau dann auf, wenn sie sich entspannen \u2013 ein paradoxer Zusammenhang, der vielen nicht bewusst ist. Durch Biofeedback wird dieser Zusammenhang messbar und damit begreifbar. Es ist ein Unterschied, ob ich \u00fcber kalte H\u00e4nde spreche oder ob jemand selbst sieht, dass sich seine Handtemperatur auch nach 10 Minuten kaum ver\u00e4ndert. Das macht etwas mit den Menschen. Wenn sie diesen Zusammenhang erkennen \u2013 etwa zwischen kalten H\u00e4nden und Migr\u00e4ne \u2013 w\u00e4chst die Bereitschaft, gezielt zu \u00fcben. Mit der ersten Besserung steigt dann meist auch die Motivation weiter. Biofeedback st\u00e4rkt die Selbstwirksamkeit \u2013 und das ist ein entscheidender Faktor. Kein anderes Verfahren macht Fortschritte so unmittelbar sichtbar. Und: Biofeedback l\u00e4sst sich sehr gut mit anderen therapeutischen Methoden kombinieren \u2013 es ist kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch.[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Interview erkl\u00e4rt Maria Szekelyi-Peters wie sie Biofeedback in der Therapie von Migr\u00e4ne einsetzt. Frage: Wie sind Sie zum Biofeedback gekommen? Antwort: Ich habe vor fast 20 Jahren begonnen, mich mit Biofeedback zu besch\u00e4ftigen. Damals habe ich die Ausbildung an der Europ\u00e4ischen Biofeedbackakademie absolviert und mich entsprechend ausgestattet. 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Aber wenn jemand offen und engagiert mitarbeitet, kann man in etwa 10 Stunden deutlich sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen erreichen.\r\n\r\n<strong>Frage:<\/strong> Warum ist Biofeedback bei Migr\u00e4ne aus Ihrer Sicht besonders wirksam?\r\n\r\n<strong>Antwort:<\/strong> Viele Migr\u00e4niker sind sehr aktive Menschen, die kaum zur Ruhe kommen. H\u00e4ufig tritt die Attacke genau dann auf, wenn sie sich entspannen \u2013 ein paradoxer Zusammenhang, der vielen nicht bewusst ist. Durch Biofeedback wird dieser Zusammenhang messbar und damit begreifbar. Es ist ein Unterschied, ob ich \u00fcber kalte H\u00e4nde spreche oder ob jemand selbst sieht, dass sich seine Handtemperatur auch nach 10 Minuten kaum ver\u00e4ndert. Das macht etwas mit den Menschen. Wenn sie diesen Zusammenhang erkennen \u2013 etwa zwischen kalten H\u00e4nden und Migr\u00e4ne \u2013 w\u00e4chst die Bereitschaft, gezielt zu \u00fcben. Mit der ersten Besserung steigt dann meist auch die Motivation weiter. 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