Stress bei Industriearbeitern

Stress im Beruf, das kennt jeder. Die extremen Formen dieses Stresses wie z.B Burnout sind unheimlich belastend und, auf Seiten des Arbeitgebers, natürlich auch schlecht für die Arbeitsleistung. Bereits in einem früheren Artikel haben wir darüber berichtet, dass die Kosten für einen Arbeitgeber, welcher Burnout erst beim Ausbruch angeht, bei bis zu 130000 Euro. Eine Behandlung des Stresses ist also für beiden Seiten eine Win-Win Situation.

In dieser Studie ging es um die Auswirkungen und das Bekämpfen von Stress bei Industriemitarbeitern.Diese spezielle Gruppe kann durch Stress aus 2 Richtungen belastet werden, einerseits aus der physischen Arbeitsumgebung wie z.B dem Lärm, anderseits von der psychologischen Seite über einen eintönigen Arbeitsablauf mit wenig Kontrolle. Auch die zahlreichen Überstunden und ein daraus folgender durcheinander gebrachter Lebensrhythmus führen zu negativen Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsqualität.

Eine Möglichkeit den Arbeitern zu helfen mit diesem Stress umzugehen stellt Biofeedback dar. In dieser Studie wurden Mitarbeiter eines Unternehmens aus Malaysia entweder einer Behandlungsgruppe zugeteilt, welche wöchentlich eine Biofeedback-Einheit erhielt, oder eben einer Kontrollgruppe.
Die Biofeedback-Einheiten dauern ca. 30-50 Minuten in denen via Atembiofeedback ein entspannungsförderliches Atemmuster trainiert wurde. Durch dieses Training soll die Bauchatmung ausgebaut und gleichzeitig die Atemfrequenz gesenkt werden. Diese Methode hat sich als wirksame Technik zur Verbesserung der Herzratenvariabiliät erwiesen.

Die Ergebnisse nach 5 Wochen zeigten, dass Werte für Depression, Angst und Stress nach dem Training in der Biofeedbackgruppe signifikant niedriger waren als jene in der Kontrollgruppe. Nach Ansicht der Autoren bestärken Ihre Ergebnisse die Anwendung dieser Biofeedback-Technik zur Unterstützung von Industriemitarbeitern.

Grundstudie: Purwandini Sutarto, A., Abdul Wahab, M. N., & Mat Zin, N. (2012). Resonant breathing biofeedback training for stress reduction among manufacturing operators. International Journal of Occupational Safety and Ergonomics, 18(4), 549-561.
Fulltext: http://archiwum.ciop.pl/56820

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