Biofeedback in der Psychologie und Psychotherapie

In kaum einer anderen Disziplin wird Biofeedback so häufig angewandt wie in der Psychologie und Psychotherapie. Das liegt höchstwahrscheinlich am Ursprung der Methode in den Ideen der Verhaltenstherapie. Von dort aus hat Biofeedback Einzug in vielerlei Anwendungsfelder gefunden.
Auf dieser Seite finden Sie zu vielen dieser Indikationen (und wie Sie mit Biofeedback behandelt werden) Informationen.

Angst und Angststörungen

…werden beim Biofeedback von zwei Seiten aus angegangen. Einerseits wird mittels eines Entspannungstrainings die allgemeine Grundspannung gesenkt. Dies soll dazu führen, dass Ausbrüche von Angst ganz generell seltener auftreten.

Andererseits wird auch Expositionstraining angewandt. Die Patienten sollen erlernen ihre Stressreaktionen angesichts angstbesetzter Inhalte unter Kontrolle zu halten. Die Möglichkeit Reize jeder Art in der Biofeedback-Software darzustellen ist hier ideal.

Stress und Burnout

Stress ganz allgemein und in weiterer Folge Burnout sind für die Betroffenen sehr belastende Zustände. Biofeedback kann hier schon präventiv eingreifen und Klienten ihr Stressniveau überhaupt erst bewusst machen. Dies hilft sich darauf einzulassen rechtzeitig gegenzusteuern.
Durch die objektive Rückmeldung können Therapeut und Patient anschließend auch noch gemeinsam die individuell erfolgreichste Methode der Entspannung für diesen Patienten erarbeiten.

Chronische Schmerzen

Viele anhaltende Schmerzzustände haben eine psychologische Komponente. Seien es Belastungen im Beruf oder Traumata, all dies kann einen Zustand von Verspannung (und folgend Schmerz) hervorrufen und aufrechterhalten. Biofeedback ist hier besonders hilfreich im Beweisen des immensen Einflusses von Psyche auf Körper (Psychosomatik).

Die objektive Darstellung der körperlichen Reaktionen auf einem Bildschirm katalysiert hier einen Aha-Effekt. Anschließend können weitere Maßnahmen (ebenfalls mit Biofeedback-Unterstützung) eingeleitet werden

Depressionen

Auch im Rahmen von Depressionen kann Biofeedback angewandt werden. Hier hat sich vor Allem der Training der Respiratorischen Sinusarrhythmie (HRV-Training) als wirksam erwiesen. Hierbei werden Atmung und Herzschlag in Einklang gebracht, was die Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des Organismus fördert.

In einer umfassenden Studie zur Wirksamkeit von Biofeedback wurde die Behandlung von Depressionen mittels HRV-Biofeedback mit der zweithöchsten Wirksamkeitsstufe bewertet.

Sucht

Die Behandlung von Suchtproblematiken mit Biofeedback läuft ähnlich jener der Angstbehandlung ab. Durch Vorgabe von stressbesetzten Reizen (in diesem Fall z.B Alkohol oder Zigaretten) soll der Klient lernen sich angesichts dieser zu entspannen und nicht in Stress zu verfallen.

ADHS

Bei ADHS wird meist das sogenannte Neurofeedback (Feedback von EEG-Werten) angewandt. Durch Senken und Erhöhen verschiedener Frequenzbänder des Gehirns haben sich beeindruckende Erfolge gezeigt. Einer der großen Vorteile der Methode an dieser Stelle ist, dass keine Medikamente verwendet werden.

PTBS

Vor Allem Atembiofeedback zeigte sich als praktische und leicht zu ergänzende Behandlungsmethode für die Posttraumatische Belastungsstörung. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (kognitive Verhaltenstherapie) zeigte sich in der Atembiofeedback-Gruppe (Atem-Biofeedback plus kognitive Verhaltenstherapie) eine signifikant schnellere Symptomreduktion.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von betrieblicher Gesundheitsförderung, ein Feld, welches auch von Psychologen abgedeckt wird. Hier hat Biofeedback, wie schon beim Thema Stress erwähnt, den Vorteil, dass es Stressreaktionen des Körpers objektiv messen kann. Damit lässt sich der häufige Einwand „Ich braucht das nicht – ich habe keinen Stress“ klar überprüfen.
Ein weiterer Vorteil ist der spielerische Zugang der Methode. Selbst bei Erwachsenen führt dies oft zu einer größeren Motivation an der Behandlung teilzunehmen

Leistungssteigerung im Sport

Einige Psychologen haben sich auf die Arbeit mit Spitzensportlern spezialisiert. Auch hier kann Biofeedback angewandt werden. Einerseits kann als Diagnostikum festgestellt werden in welchen Phasen des Wettkampfes gehäuft Probleme auftreten und andererseits können auch Techniken zur Stressreduktion während des Wettkampfes geübt werden.

Erfahrungsberichte

Viele unserer Kunden stammen aus dem Bereich Psychologie und Psychotherapie und von einigen haben wir im Laufe der Zeit auch umfangreiche Erfahrungsberichte erhalten. Einige dieser Berichte seien hier exemplarisch vorgestellt.

Mag. Dr. Erich Gamsjäger (Klinischer Psychologe, Psychotherapeut, Mediator, Supervisor) arbeitet schon seit mehr als einem Jahrzehnt mit Biofeedback. Besonders häufig wird die Methode bei beispielsweise bei Angststörungen, chronischen Schmerzen, Überlastung und psychosomatischen Symptomen oder zur Steigerung von Leistung und Aufmerksamkeit eingesetzt. Sie können hier den gesamten Erfahrungsbericht lesen.

Die Diplom-Psychologin Elfriede Stückle ist Biofeedback-Therapeutin und im Sigma-Zentrum ist das größte Privatkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Deutschland tätig. Seit Jahren wird dort das Biofeedback bei erhöhten Anspannungsniveaus z.B bei Depressionen, Posttraumatischen Belastungsstörungen oder somatoformen Schmerzstörungen angewandt. Über letztere Indikation berichtet sie auch in einem Beispiel in Ihrem Erfahrungsbericht.  Sie können hier den gesamten Erfahrungsbericht lesen. In unseren Erfahrungsberichten finden Sie auch noch viele weitere spannende Erfahrungsberichte, direkt aus der Biofeedback-Praxis.

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